Schröpfmassage

Die Schröpfmassage gehört zu den ausleitenden Verfahren und wird traditionell zur Ableitung von Schlacken und energetischen Stauungen eingesetzt. Im Gegensatz zu den Techniken der klassischen Massage, wird bei der Schröpfmassage in einem Schröpfglas ein Unterdruck erzeugt, der die Haut mitsamt Arterien, Venen, Lymphbahnen und Nerven anzieht und anhebt. Je nach Art und Weise der Schröpfanwendung kann man so für eine verbesserte Durchblutung und Abtransport von «Schlacken»* sorgen.
Zwei der wichtigsten Schröpftechniken sind die «ruhende» und die «dynamische Schröpfmassage».

Die moderne Technik: «dynamische Schröpfmassage»:
Hierbei wird mit einem Ball oder Vakuumschlauch ein Unterdruck im Glas erzeugt, mit welchem man über die zu behandelnden Regionen fährt. Diese Technik sorgt für eine Dynamisierung der Haut und Reflexzonen. Sie lindert Verspannungen und durchblutet die Muskeln in einem grösseren Areal.
Der Vorteil gegenüber der traditionelle Technik ist die geringere Hämatombildung aufgrund des schwächeren Vakuums (siehe Abschnitt «Achtung»!)

Die traditionelle Technik: «ruhende Schröpfkugeln»:
Bei dieser Technik wird durch Feuer ein Vakuum im Schröpfglas erzeugt, welches an strategischen Punkten auf der Haut aufgesetzt wird. Das Ziel ist eine Ableitung der Blockaden und eine Wiederherstellung von Energie- und Blutfluss. Bei Krankheiten mit «stauendem Charakter» wie zum Beispiel Kopfschmerzen oder Migräne, wird somit die Ableitung aus dem gestauten, blockierten Gebiet angestrebt. Je nach Stärke des Vakuums kann eine dynamisierende oder eine sedierende Wirkung erzielt werden.

Einsatzgebiet des Schröpfens und der Schröpfmassage (traditionell und modern):

– Verklebte und/oder verspannte Muskelpartien
– Muskelschmerzen
– Schmerzen unspezifisch
– Regenerationsfördernd bei beanspruchter Muskulatur
– Minderdurchblutung
– Stauungen
– Ergänzend bei Massagetherapien
– Immunschwäche
– Narbenbehandlung
– Cellulite
– Immunschwäche
– Müdigkeit / Antriebslosigkeit
– Stress

Achtung!
Die Schröpftechniken sind nicht für jede Person gleich sinnvoll. So ist aufgrund des Vakuums mit einem «blauen Fleck», einem Hämatom zu rechnen, das in der Regel bis zu 7 Tagen sichtbar bleibt. Dieser ist nicht weiter schädlich, ist aber wahrnehmbar und kann vor allem im Sommer für verwunderte Blicke sorgen. Ich rate also davon ab, sich kurz vor  einem Badi-Besuch einer Schröpfmassage zu unterziehen. Es sei denn man ist wie Michael Phelps – der ging mit seinen Schröpf-Hämatomen an die Olympiade (siehe Google).